Das Überflüssige weglassen, komprimieren, neu ordnen, umverteilen: Bei der Planung einer Reise besteht stets die Notwendigkeit, das Volumen und manchmal auch das Gewicht zu reduzieren. Denken Sie an das Packen des Trolleys für die Flugreise, an das Tetris-Spiel, um alles in den Kofferraum des Autos zu bekommen, an die unvermeidlichen Abstriche, um den Wanderrucksack nicht zu schwer zu machen, und ja, natürlich auch an die unendlichen Anstrengungen, die Stauraum auf dem Boot optimal zu nutzen. Wer eine Kreuzfahrt plant, weiß in der Tat sehr gut, wie wichtig es ist, Gewicht und Platzbedarf an Bord zu reduzieren: denn der verfügbare Platz ist alles andere als unbegrenzt, um ein aufgeräumtes Boot zu haben, um den Komfort nicht zu beeinträchtigen und weil mit steigendem Gewicht auch der Verbrauch zunimmt.
Im Folgenden finden Sie daher einige Tipps zur Optimierung der Stauraumnutzung auf dem Boot.
Die Lagerung strategisch und sicher organisieren
An den Liegeplätzen unseres Yachthafens in Genua beobachten wir täglich Bootsbesitzer, die die unterschiedlichsten Strategien und Techniken anwenden, um die Stauraumnutzung effizient zu gestalten. Eines ist sicher: Alles beginnt mit einer guten Vorausplanung, die mitunter auch ein Umdenken hinsichtlich der für die Stauraumnutzung vorgesehenen Flächen erfordert. Auf diese Weise lassen sich zuvor ungenutzte Räume optimal nutzen, und es ist zudem möglich, die Sicherheit an Bord zu erhöhen, da Unordnung auf dem Boot Schäden, Verletzungen oder sogar Unfälle verursachen kann.
Hier sind einige Tipps:
- Tauehalter und Befestigungsgurte: Die Raumoptimierung beginnt an Deck mit der Anordnung von Tauehaltern und Befestigungsgurten zur Sicherung etwaiger Ladungen wie des Beibootes und der Rettungsinsel, damit alles an seinem Platz festgehalten wird.
- Robuste und beschriftete Behälter: Sowohl für Werkzeuge als auch für Ersatzteile empfiehlt es sich, spezielle Behälter zu verwenden, in der Regel Kisten mit Schnappverschluss, am besten mit durchsichtigen Deckeln, damit Sie den Inhalt einsehen können, ohne die Behälter unbedingt öffnen zu müssen. Bei einer größeren Anzahl von Kisten lohnt es sich zudem, für klare Beschriftungen zu sorgen und die Behälter sinnvoll anzuordnen: Übereinander gestapelte Kisten erschweren den Zugriff auf die darunter liegenden, während vertikal aufgereihte Kisten sich leicht „herausziehen“ lassen.
- Trennwände und noch mehr Trennwände: in Schubladen, in Schränken, in Stauräumen. Durch den Einbau maßgefertigter Trennwände lässt sich Ordnung schaffen und somit der Platz optimal nutzen.
- Hängegitter und Taschen: Eine hervorragende Möglichkeit, die Stauraumnutzung auf dem Boot zu optimieren und neuen Platz zu schaffen, besteht darin, Hängegitter in der Kabine sowie Stoff- oder Netz-Taschen an den senkrechten Wänden anzubringen.
Optimieren Sie die Stauraumnutzung auf dem Boot: Lassen Sie nicht benötigte Gegenstände an Land
Es gibt viele Dinge, auf die man einfach nicht verzichten kann: Dabei denken wir natürlich an die für die Navigation erforderlichen Geräte, aber auch an die vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung. Um die Stauraumnutzung an Bord zu optimieren, ist es jedoch wichtig, alle Gegenstände an Land zu lassen, die – auch aufgrund früherer Erfahrungen – kaum zum Einsatz kommen werden . Manche nehmen beispielsweise immer ihr SUP mit an Bord, obwohl sie es praktisch nie benutzen; ebenso wie der Segler, der seit Jahren die Genua nicht mehr einsetzt, sie aber dennoch weiterhin mitführt. Überflüssige Kissen, nie benutzte Töpfe, verrostete Werkzeuge: Bei Ihrem nächsten Besuch im Heimathafen lohnt es sich auf jeden Fall, alle an Bord befindlichen Gegenstände zu überprüfen und diejenigen zu identifizieren, die dort nichts zu suchen haben.
Den Platzbedarf der Kombüse verringern
Man kann nicht über die notwendigen Maßnahmen zur Optimierung der Stauräume auf einem Boot sprechen, ohne dabei auf die Kombüse einzugehen – von den Schränken bis hin zum Kühlschrank. Vor allem wenn man zu einem Törn aufbricht , neigt man nämlich dazu , viel zu viele Lebensmittel an Bord zu nehmen , was zu Chaos an Bord führen kann. Da in den besten Yachthäfen stets Geschäfte zur Versorgung der Kombüse vorhanden sind , lautet der Ratschlag stets, einen maßgeschneiderten Plan für die Mahlzeiten während der Reise zu erstellen, um nur das Nötigste an Bord mitzunehmen.
Vor diesem Hintergrund ist es eine ausgezeichnete Gewohnheit, um Platz in der Kombüse zu sparen, Verpackungen sofort zu entsorgen ( und gegebenenfalls die Verfallsdaten an anderer Stelle zu notieren) und dabei die Müllsammelstellen des jeweiligen Yachthafens zu nutzen, um zudem zu vermeiden, dass während der Überfahrt zusätzlicher Müll anfällt. Es empfiehlt sich, Lebensmittel – wie Nudeln, Reis, Mehl, Gemüse und dergleichen – nach Möglichkeit in luftdicht verschließbare Kunststoffbehälter umzufüllen, um alles ordentlich stapeln zu können und die Lebensmittel vor Feuchtigkeit und Insekten zu schützen.
Beider Organisation des Kühlschranks sollten Sie nach Möglichkeit vakuumverpackte Lebensmittel bevorzugen und dabei stets den optimalen Platzbedarf im Auge behalten, damit dieses Gerät bestmöglich funktioniert; es sollte niemals halb leer, aber auch nicht übermäßig voll sein. Schließlich sei daran erinnert, dass Konservendosen, falls in den Schränken kein Platz vorhanden ist, sogar in einer sauberen und trockenen Bilge aufbewahrt werden können: Dies ermöglicht zudem eine optimale Gewichtsverteilung!