Propulsione pulita per il diporto

Umweltfreundliche Antriebe für die Freizeitschifffahrt: der aktuelle Stand

Man denke nur an die in den letzten Jahren vom Stapel gelaufenen Superyachten, die dank der Kombination aus großen Photovoltaikmodulen, großzügigen Batteriebänken und leistungsstarken Elektromotoren auch über große Entfernungen hinweg emissionsfreies Segeln ermöglichen, wie beispielsweise die Katamarane von Sunreef Yachts oder Greenline Yachts. Betrachtet man die nachhaltigen Innovationen im Bereich der Super- und Megayachten, könnte es den Anschein haben, dass ein umweltfreundlicher Antrieb für die Freizeitschifffahrt bereits in greifbarer Nähe liegt. Doch dann erinnert man sich an den spektakulären Fehlschlag der mit Spannung erwarteten – und mehrfach verschobenen – Fördermaßnahmen für elektrische Außenbordmotoren , was zeigt, dass ein Großteil der Schifffahrtsbranche in Wirklichkeit noch nicht bereit ist, diesen Schritt im ökologischen Wandel zu vollziehen .

Betrachten wir daher die aktuelle Situation im Bereich der umweltfreundlichen Antriebe für die Freizeitschifffahrt – zwischen konkreten Lösungen und noch zu überwindenden Hindernissen –, wobei wir sowohl den Betrieb der Boote als auch den der Porti im Blick behalten .

Umweltfreundlicher Antrieb für die Freizeitschifffahrt: notwendig, aber nicht ausreichend

Ob es nun um reine Elektromotoren oder um Boote geht, die mit nachhaltigen Kraftstoffen betrieben werden – eines muss vorweggeschickt werden: Der umweltfreundliche Antrieb für die Freizeitschifffahrt ist nicht die einzige ökologische Herausforderung der Branche. Um die Umweltauswirkungen der Schifffahrt zu verringern, muss man sich nämlich auch mit zahlreichen anderen Aspekten befassen: Nicht umsonst haben sich in den letzten Jahren verschiedene Werften dazu verpflichtet, nachhaltigere oder sogar wiederverwertete Materialien zu verwenden. Man muss jedoch auch an die Entsorgung am Ende der Lebensdauer des Bootes, den Schutz der Meeresumwelt, das Batteriemanagement, die Wasseraufbereitung und so weiter denken, bis hin zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Yachthäfen. Es ist Daher ist es von entscheidender Bedeutung, den Schwerpunkt auf umweltfreundliche Antriebe für die Freizeitschifffahrt zu legen, ohne dabei jedoch zu vergessen, dass das Boot der Zukunft nicht nur emissionsfrei sein muss, sondern auch über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Herstellung bis zur Entsorgung – tatsächlich nachhaltig sein muss.

Elektromotoren – aber nicht nur das

Es ist wichtig zu betonen, dass es bei umweltfreundlichen Antrieben für die Freizeitschifffahrt nicht ausschließlich um Elektroantriebe geht: Die Situation in der Schifffahrt unterscheidet sich in dieser Hinsicht von der in der Automobilbranche, wo praktisch alle anderen Optionen außer Acht gelassen wurden. In der Schifffahrt wird nämlich weiterhin in die Forschung und Entwicklung weiterer Arten nachhaltiger Antriebe, angefangen bei solchen, die mit sauberen Kraftstoffen betrieben werden. Der Weg zur Dekarbonisierung Die Entwicklung der Freizeitschifffahrt erfolgt nämlich auch durch den Einsatz von Biokraftstoffen – eine Lösung, die unter anderem eine hohe Reichweite gewährleisten und die weitere Nutzung sowohl der bisherigen Motoren als auch der bestehenden Vertriebsnetze ermöglichen würde. Die Herstellung dieser Biokraftstoff „Drop-in“ ist in den nordischen Ländern bereits eine etablierte Praxis; in unseren Breitengraden hingegen ist dies unter den Liegeplätzen im Mittelmeer nach wie vor eine Seltenheit.

Nicht zu vergessen ist zudem Wasserstoff – eine Technologie, die auf dem Papier perfekt geeignet ist, um CO₂-Emissionen sicher und effizient auf ein Minimum zu reduzieren; das eigentliche Hindernis stellt hier jedoch die industrielle Wasserstoffproduktion dar, die bei weitem nicht ausreicht, um den Wandel in der Freizeitschifffahrt zu unterstützen.

Verschiedene Lösungen für unterschiedliche Boote und Einsatzzwecke

Eines ist mittlerweile offensichtlich: Rein elektrische Motoren können nicht die einzige Lösung für einen umweltfreundlichen Antrieb in der Freizeitschifffahrt sein. Es sind nämlich verschiedene kritische Aspekte zu berücksichtigen, die von den Einschränkungen hinsichtlich der Reichweite über das Gewicht der Batterien und deren Entsorgung bis hin zu den Anschaffungskosten reichen. Es liegt daher auf der Hand, dass die nachhaltige Zukunft des Bootsantriebs auch andere Wege einschlagen muss, indem man sich für verschiedene Technologien je nach den tatsächlichen Anforderungen. In bestimmten Bereichen kann der „klassische“ Elektromotor sicherlich die beste Lösung darstellen: Denken wir beispielsweise an elektrische Außenbordmotoren, die am Heck von Ausschreibung, Gommoni und kleine Kajütboote, die kurze Strecken zurücklegen, die Möglichkeit bieten, am eigenen Liegeplatz elektrisch aufzuladen, und bei denen der Wunsch nach geräuscharmem Fahrbetrieb sowie nach geringem Wartungsaufwand im Vordergrund steht. In anderen Fällen erweist sich hingegen die Verwendung von Biokraftstoff als vorteilhaft, beispielsweise bei langen Strecken und wenn das Interesse besteht, die Verbrennungsmotor. Nicht zu vernachlässigen ist zudem die Tatsache, dass die gewählten Lösungen in vielen Fällen tatsächlich „gemischt“ sind. Man denke nur an den Erfolg der Hybrid-Bootsmotoren, oder auch daran, dass viele der nachhaltigen Yachten und Superyachten der letzten Jahre tatsächlich unterschiedliche Technologien aufweisen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die bereits erwähnte Sanlorenzo 50Steel mit ihrem Reformer-Brennstoffzellensystem das „grünes“ Methanol zur Erzeugung von Wasserstoff nutzt, der wiederum zur Erzeugung der elektrischen Energie dient, die erforderlich ist, um die Bordsysteme bei ausgeschalteten Motoren emissionsfrei mit Strom zu versorgen.

Wir sind nicht mehr weit von einem umweltfreundlichen Antrieb für die Freizeitschifffahrt entfernt

Die Herausforderungen sind zahlreich, doch angesichts der Prototypen und der Boote, die bereits heute in den Yachthäfen des Mittelmeers verkehren, ist klar, dass die für einen umweltfreundlichen Antrieb in der Freizeitschifffahrt erforderlichen Technologien bereits zur Verfügung stehen. Wir alle haben Boote gesehen (und nicht gehört), die von elektrischen Außenbordmotoren angetrieben werden, und es ist unter den Liegeplätze in den Yachthäfen Dutzende von Photovoltaikmodulen zu sehen. Und es gibt auch konkrete Beispiele für den Einsatz der innovativsten Technologien auf See: Die von der MED-Gruppe entworfene TYKUN H1 ist ein (übrigens in Italien hergestellter) Day-Tender mit Wasserstoffantrieb; in England wurde ein fast 50 Fuß langer Katamaran, der „Arcipelago 47“, vom Stapel gelassen, der mit einem parallelen Hybridantrieb mit Methanol und Wasserstoff ausgestattet ist.

Elektromobilität und umweltfreundliche Kraftstoffe im Yachthafen

Wie man sich vorstellen kann, sind es nicht die Werften, die den Wandel in der Freizeitschifffahrt verlangsamen: Von Elektromotoren über Photovoltaikanlagen bis hin zu Wasserstoff und Bi-Fuel-Antrieben mangelt es nicht an Lösungsvorschlägen. Was hingegen oft fehlt, sind die Energieversorgungsketten. Man bedenke nur, dass derzeit weniger als 1 % der weltweiten Methanolproduktion aus erneuerbaren Quellen stammt und dass die Logistikketten für Biokraftstoffe erst noch aufgebaut werden müssen. In dieser Situation, bei den Yachthäfen Es stellt sich eine neue Herausforderung: Wie kann man sich ausrüsten, um den Schiffseignern die erforderlichen Versorgungsleistungen anzubieten? Auf welche Technologien sollte man setzen? Während die Elektrifizierung der Anlegeplätze eine natürliche Weiterentwicklung des Yachthafens darstellt, erfordert die Einrichtung von Betankungsanlagen für grünes Methanol eine neue Herangehensweise an den touristischen Hafenbetrieb sowie erhebliche Investitionen.

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